Wer gute Argumente hat, kann andere überzeugen – eine Fähigkeit, die seit Jahrtausenden unverzichtbar ist. Schon seit mehreren Jahren gibt es an der Schule eine mündliche Schulaufgabe in Jahrgangsstufe 9 in Form einer Debatte. Um die Debattenkultur und die Wertebildung an unserer Schule weiter auszubauen, nimmt das Hans-Carossa-Gymnasium ab dem Schuljahr 2026/27 am bundesweiten Projekt „Jugend debattiert“ teil.
Bei diesem Format diskutieren jeweils vier Schülerinnen und Schüler – zwei auf der Pro- und zwei auf der Contra-Seite – nach festen Zeitregeln miteinander. In einer Eröffnungsrunde, einer freien Aussprache und einer Schlussrunde kommt es darauf an, Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft unter Beweis zu stellen. Dabei setzen sich die Jugendlichen fundiert mit alltagsnahen und gesellschaftlich relevanten Streitfragen auseinander, wie beispielsweise „Soll ein soziales Pflichtjahr für alle Schulabgänger eingeführt werden?“ oder „Sollen Energy-Drinks für Jugendliche unter 16 Jahren verboten werden?“. Es geht also nicht um das bloße Überreden, sondern um den fairen und respektvollen verbalen Austausch.
Dieser Wettbewerb findet auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt. Dabei treten Schülerinnen und Schüler auf schulischer und regionaler Ebene an, bei entsprechendem Erfolg auch im bayerischen und im Bundesfinale.
Ein erster großer Höhepunkt an unserer Schule wird das Schulfinale am Freitagnachmittag, 15.01.2027, sein. Hier werden die Schulsiegerinnen und Schulsieger ermittelt, die das Hans-Carossa-Gymnasium dann auf der nächsten Wettbewerbsebene vertreten dürfen.
Unter https://www.jugend-debattiert.de/ finden sich weitere Informationen.
Matthias Märkl, OStR und Veronica Strama, StRin
Schulkoordinator und Schulkoordinatorin für „Jugend debattiert“