Eine Reise vom Mittelpunkt Bayerns über den Rand des römischen Reiches ins Zentrum des bayerischen Herzogtums
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Jedes Schuljahr unternimmt der Verein der Freunde des Hans-Carossa-Gymnasiums seinen traditionellen Jahresausflug, zu dem nicht nur die Mitglieder, sondern auch Schülerinnen und Schüler unserer Schule sowie deren Eltern und Erziehungsberechtigte eingeladen werden. Und so starteten die Teilnehmer des diesjährigen Ausflugs am Samstag, den 01. Juni 2019, bei bestem Wetter zu einer geographisch und historisch interessanten Reise an zwei Flüsse und durch die Jahrhunderte.

Zunächst ging es mit dem Reisebus ins malerische Altmühltal, wo sich in der Nähe des Ortes Kipfenberg der geographische Mittelpunkt Bayerns befindet. An diesem geodätisch bedeutsamen Ort stärkte sich unsere Reisegesellschaft mit einem zweiten Frühstück, bevor sie sich auf die kurze Wanderung zur mittelalterlich anmutenden Burg Kipfenberg aufmachte. Tatsächlich aber stammt der Großteil dieser Festung – bis auf den mittelalterlichen Bergfried – aus dem 20. Jahrhundert und beherbergt das Römer und Bajuwaren Museum. Dort bekamen die Erwachsenen sowie die Schülerinnen und Schüler in jeweils auf die Altersgruppe abgestimmten Führungen interessante Einblicke in die Zeit, als die Römer mit dem Bau des Limes in dieser Gegend versuchten, ihre Reichsgrenze gegen die andrängenden Germanen zu schützen, und als sich die Bajuwaren nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches hier niederließen.

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Nach einer kleinen Stärkung im Museumscafé und dem Abstieg vom Burgberg ging es für die Reisegesellschaft mit dem Bus weiter entlang der Altmühl nach Pfünz. Dort wurde das römische Limeskastell Vetoniana aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. besichtigt, dessen Haupttor heute wieder aufgebaut ist und somit einen lebendigen Eindruck von der damaligen Architektur vermittelt.


Am Nachmittag brachte der Bus die Ausflügler von der Altmühl an die Donau nach Ingolstadt, im Mittelalter Universitätsstadt und Residenz von Wittelsbacher Herzögen. Wer wollte, konnte die historische Altstadt besichtigen, shoppen gehen oder aber das Deutsche Medizinhistorische Museum besuchen, in dem es viel Interessantes und Kurioses vor allem aus der Medizin der Neuzeit (z.B. einen riesigen Nierensteinzertrümmerer) zu entdecken gab. Im idyllischen Museumsgarten, dem sog. hortus medicus, konnte man sich anschließend bei Kaffee und Kuchen, umgeben von duftenden Arznei- und Kräuterpflanzen, für die letzte Etappe des Ausflugs stärken.

Diese führte die Freunde des HCG ins Donaumoos nach Kleinhohenried. In einer historischen Gaststätte, die in einem Kolonistenhof aus dem Jahre 1795 untergebracht ist, kehrten sie zum wohlverdienten Abendessen ein. Danach ging´s zurück nach Landshut in heimatliche Gefilde.

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Der Jahresausflug stellte wie immer einen Höhepunkt im Vereinsjahr dar, nicht zuletzt weil er seinen Mitgliedern, die selbst einmal Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler am HCG waren, die Gelegenheit gab, mit ihren jüngeren Nachfolgern in Kontakt zu kommen und sich mit ihnen auszutauschen. Für die Schülerinnen und Schüler war es wiederum interessant, Ihre Lehrer und Lehrerinnen auch einmal außerhalb des Unterrichts kennen zu lernen.

Thorsten Gatzky
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