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2021KammerkonzertHP

„Sehr geehrten Abend, ich wünsche Ihnen einen schönen Damen und Herren“ – mit diesem absichtlichen Versprecher begann das etwa einstündige Kammerkonzert des Hans-Carossa-Gymnasiums am vergangenen Mittwochabend in der Heilig-Kreuz-Kirche. Musiklehrer Bernhard Werthmann begrüßte das Publikum augenzwinkernd auf diese Weise, um auf die lange Pause von nunmehr eineinhalb Jahren seit dem letzten Live-Auftritt anzuspielen. „Man sei ein wenig aus der Übung, eine Bühne zu betreten“, nachdem mittlerweile zwei Sommer- und ein Weihnachtskonzert den coronabedingten Einschränkungen zum Opfer fallen mussten. Proben mit den großen Schulensembles wie den Chören, den Orchestern und der BigBand, die üblicherweise zweimal pro Jahr über 1000 Zuhörer in den Rathausprunksaal locken und den Stellenwert der Musik am HCG eindrucksvoll unterstreichen, seien aktuell nicht durchführbar. Die fehlende Übung sollte sich jedoch keineswegs in den Auftritten der jungen Musiker widerspiegeln. Das Gegenteil ist der Fall. Mit erstaunlichen spieltechnischen Fähigkeiten und musikalischem Gespür wurde eine enorme Bandbreite von Stücken unterschiedlicher Epochen – vom barocken Flötenkonzert, über romantische Klaviermusik bis zum gitarrenbegleiteten Popsong – dargeboten. Gemeinsam mit ihren Instrumentallehrern haben die jungen Künstler ein äußerst anspruchsvolles Programm erarbeitet. Einige Schüler konnten damit in der jüngsten Vergangenheit bei „Jugend musiziert“ bis auf Bundesebene hervorragende Platzierungen erreichen. Mit virtuoser Leichtigkeit und Hingabe musizierten sie auf Geige, Bratsche, Cello, Harfe, Trompete und Posaune, was das Publikum zu stürmischem Beifall bei jedem einzelnen Beitrag hinriss. Die Professionalität der Schüler zeigte sich auch in den organisatorischen Rahmenbedingungen, vor denen verständlicherweise leider viele Kulturschaffende auch außerhalb der Schulen immer noch zurückschrecken. Zu umständlich seien leidige Themen wie Hygienekonzept, Lüftungspausen und Abstandsregeln. Das Ausweichen auf Videoprojekte und Live-Streams ist hier nur eine vorübergehende Notlösung. Die Freude über ein begeistertes Publikum im randvollen Konzertsaal ist durch nichts zu ersetzen, wenngleich „randvoll“ unter den aktuellen Bestimmungen bedeutet, dass anstelle der 238 Plätze nur etwa 70 Plätze per Online-Reservierung besetzt werden konnten. So erlebten die Zuhörer einen von Musiklehrer Michael Laumann geplanten kurzweiligen und abwechslungsreichen Konzertabend, an dessen Ende noch den Pianistinnen Martina Reiss, Tanja Wagner und Fruzsina Lugosi für ihre hervorragenden Begleitungen gedankt wurde. Der erste kleine Schritt zur musikalischen Normalität am HCG wurde gemacht. Man darf gespannt sein, was die nähere Zukunft bringt. Gerne wieder mehr Live-Konzerte ohne absichtliche Versprecher zur Begrüßung.

Foto: Tobias Reiss

Kontakt

Hans-Carossa-Gymnasium
Freyung 630a
84028 Landshut

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