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Aktuelle Mitteilungen
Schülerinnen und Schüler kehren für eine Woche der Schule den Rücken
2019Praktikum
Auch Gymnasiasten sollten Berufserfahrung vorweisen können. Diese Forderung unserer Gesellschaft, insbesondere der freien Wirtschaft, dass Schülerinnen und Schüler schneller und besser vorbereitet in das Arbeitsleben gehen sollen, verlangt auch von den Gymnasien eine immer stärkere Berufsorientierung.
Zum Bildungsauftrag des Gymnasiums mit dem Ziel einer vertieften Allgemeinbildung gehört es auch, den Schülerinnen und Schülern konkrete Vorstellungen von der Arbeitswelt zu vermitteln. „Berufliche Orientierung in den weiterführenden und beruflichen Schulen legt den Grundstein für die spätere berufliche Aus¬richtung von Schülerinnen und Schülern. Auf der Basis ihrer persönlichen Stärken und Schwächen sowie ihrer Nei¬gungen und Interessen setzen sie sich mit verschiedenen Berufsbildern auseinander. Sie be¬obachten und reflektieren Strukturen und Entwicklungen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt, um tragfähige Entscheidungen für ihre berufliche Ausrichtung zu treffen.“ (www.lehrplanplus.bayern.de/uebergreifende-ziele/gymnasium)
Ab diesem Schuljahr soll nun zum ersten Mal von den Schülerinnen und Schülern des Hans-Carossa-Gymnasiums verpflichtend ein Berufspraktikum absolviert werden. Dieses ist u.a. eingebettet in dem Fachlehrplan für Wirtschaft und Recht der 9. Jahrgangsstufe und verfolgt dabei folgende Ziele:
• Einblick in die Arbeitswelt durch Erfahrungen mit praktischer Arbeit; Vermittlung von Aufgeschlossenheit für Arbeitsbereiche außerhalb der Schule (im Einklang mit Art. 8 Abs. 1 BayEUG und mit den Intentionen des Lehrplans).
• Stärkung der Fähigkeit, die eigene Lernarbeit und Schulleistung deutlicher in der Lebenswelt zu verankern, und als Konsequenz Stärkung der Motivation für schulisches Lernen.
• Erhöhung der Motivation, sich selbstständig der vorhandenen vielfältigen Informationsquellen zu bedienen und sie bestmöglich zu nutzen; dies ist bereits in erheblichem Maß bei der Suche nach einem Praktikumsplatz gefordert.
• Wecken der Bereitschaft, jene Schlüsselqualifikationen zu erwerben, die für Erfolg im Studium und im späteren Berufsleben unabdingbar sind.
• Berufswahlorientierung/Berufswahlvorbereitung insbesondere auch für Schülerinnen und Schüler, die das Gymnasium vorzeitig (z.B. am Ende der 10. Jahrgangsstufe) verlassen.

Für 89 Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe heißt es nun in der Woche vom 4. – 8. Februar 2019, nicht die Schulbank zu drücken, sondern den Arbeitsalltag in einem Betrieb oder einer Institution zu erleben. Die Praktikumsstellen, die von den Schülern ausgewählt werden, sind dabei sehr unterschiedlich und vielfältig. Die Palette erstreckt sich von Kindergärten und anderen soziale Einrichtungen, öffentlichen Ämtern, Einzelhandel, Landtag, Amtsgericht bis hin zu Tätigkeiten in Hotels oder Tierarztpraxen.
Dabei zeigt es sich, dass es wichtig ist, sich rechtzeitig und intensiv mit dem Thema Praktikum auseinanderzusetzen. Nur dann kann daraus auch eine positive Bilanz gezogen werden - wobei „positiv“ auch bedeuten kann, hinterher zu wissen, dass dieser Beruf garantiert nicht der richtige ist!
Wir sind der freien Wirtschaft, insbesondere den zahlreichen mittelständischen Betrieben, der Verwaltung und sonstigen Institutionen für die Bereitschaft, unsere Praktikanten zu betreuen, sehr dankbar.

Claudia Schmidt