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Werner Steinmassl liest am HCG aus Arno Geigers „Der alte König in seinem Exil“ vor Schülern der 10. Jahrgangsstufe


Die autobiographische Erzählung ist eine Liebesgeschichte zwischen Vater und Sohn. Der 83-jährige August Geiger gleitet mit fortschreitender Alzheimer-Erkrankung mehr und mehr in eine andere Welt, in der ihm früher Alltägliches plötzlich fremd erscheint. Er ist „Der alte König in seinem Exil“. Ebenso befremdlich wirkt sein Verhalten auf seine Angehörigen. Wenn der Vater immer wieder von seiner Sehnsucht nach zuhause spricht, obwohl er sich in den eigenen vier Wänden befindet, so meint er mit diesem Zuhause nicht unbedingt einen geographischen Ort, sondern vielmehr einen Zustand der Geborgenheit . Dies wird dem Sohn nach und nach klar und er findet durch die Krankheit erst wirklich zu seinem Vater.
Den Text von Arno Geiger setzte Werner Steinmassl durch sein eindrucksvolles Spiel in Szene, bei dem er abwechselnd in die Rolle des Sohnes und die des Vaters schlüpfte. So wurde den Schülern der 10. Klasse plastisch vor Augen geführt, wie die Wahrnehmungen und Gefühle eines Demenzkranken aussehen und welche Herausforderung die Erkrankung für die Angehörigen bedeutet.