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Sommerkonzerte des Hans-Carossa-Gymnasiums im Rathausprunksaal
2016Sommerkonzerte
Es war ein imposantes Schlussbild, das den Zuschauer am vergangenen Mittwoch und Donnerstag bei den Sommerkonzerten des Hans-Carossa-Gymnasiums im zweimal bis zum letzten Platz voll besetzten Rathaus Prunksaal geboten wurde: weit über zweihundert Musiker der beiden Chöre und Orchester – also über ein Viertel der Gesamtschülerzahl – versammelten sich dicht gedrängt auf, neben und vor der Bühne, um am Ende gemeinsam den Song „Adiemus“ von Karl Jenkins zu musizieren und stellten damit den hohen Stellenwert der Musik an ihrer Schule eindrucksvoll unter Beweis. Vor allem die dynamischen Abstufungen vom mystischen Pianissimo in den Querflötensoli über die satten Crescendo-Wirbel im Schlagwerk bis hin zum strahlenden Forte im Sopran sorgten dabei für Gänsehautstimmung. Mit minutenlangem Beifall forderten die Zuschauer eine Zugabe, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt schon über zweieinhalb Stunden auf ihren Stühlen saßen. Sie hatten einen vielfältigen und unterhaltsamen Abend unter dem Motto „eine musikalische Seefahrt“ hinter sich, bei denen zuvor jedes der vier Ensembles einzeln sein Können gezeigt hatte.
Zu Beginn führte die Reiseroute des Unterstufenchors nach der von nautischen Metaphern durchzogenen Begrüßung durch die Schulleitung von Schottland („My Bonnie is over the ocean“) nach Sizilien („Die Seeleute singen den Seeschlangensong“) über den Indischen Ozean („Wir lagen vor Madagaskar“) mit einem kurzen Abstecher über den Rhein („Die Loreley“). Mit hohem disziplinären Anspruch und einer bemerkenswert präzisen Textaussprache bei den polyphonen Verschiebungen in den zweistimmigen A-Cappella-Sätzen hatte der Dirigent („Kapitän“) Michael Laumann seine siebzig Sängerinnen und Sänger („Matrosen“) auf diesen Auftritt vorbereitet. Sie dankten es ihm mit ihrer erfrischenden Sangesfreude und einer Kapitänsmütze, die der Leiter passend zum amüsanten Schlager aus den dreißiger Jahren „In meiner Badewanne bin ich Kapitän“ spontan aufsetzte.
Nach dem gemeinsamen Beatles-Klassiker „Yellow Submarine“ übergaben die jungen Sänger das Ruder an die neunzig Mann starke Besatzung des Großen Chors der Jahrgangsstufen 8-12, der seine klangliche Qualität in den vergangenen Jahren auf ein äußerst beachtliches Niveau steigern konnte und auch vor langen und für einen Schulchor enorm anspruchsvollen Chorsätzen nicht zurückschreckt. „I travel the world and the seven seas“ hieß es bei „Sweet dreams“ von Annie Lennox, gefolgt von den beiden Volksliedern „Abend wird es wieder“ und „Loch Lomond“, bei denen Ann-Céline Hajek mit ihrer gefühlvollen Klavierbegleitung und Benedikt Holmer als Baritonsolist in den Vordergrund traten. Besonders beeindruckend war das klangvolle siebenstimmige Arrangement von Jens Johansen zu „Viva la vida” von Coldplay sowie der komplexe Popchorsatz zu „Die Perfekte Welle“ von Oliver Gies, die vom Publikum mit begeistertem Applaus quittiert wurden.
Nach der Pause leitete Bernhard Werthmann das Vororchester, das seine Seereise in subtropischen Klimazonen mit „Probiers mal mit Gemütlichkeit“ aus dem Dschungelbuch startete, um anschließend mit der Titelmelodie der Fernsehserie „Simpsons“ Nordamerika zu streifen. Aufgeteilt auf eine reine Streicher- und Bläserbesetzung konnten die rhythmischen und harmonischen Finessen der beiden Arrangements von den jungen Musikern sicher bewältigt werden. Abschließend fuhren beide Register gemeinsam mit „Thank you for the music“ von ABBA nach Skandinavien, nicht ohne sich zuvor bei ihrem „Kapitän“ für die anstrengende Probenarbeit zu bedanken.
Als sehr gelungen darf auch der Auftritt des Orchesters bezeichnet werden. Mit Ausschnitten aus „Aida“, das von Giuseppe Verdi 1869 bekanntlich zur Eröffnung des Suez-Kanals komponiert wurde, und Georges Bizets „Carmen“ wussten in dem klanglich fein abgestimmten und präzise interagierenden Orchestersatz zahlreiche Musiker des musikalischen Flaggschiffs des HCG solistisch zu glänzen.
Die BigBand bildete nach dem eingangs erwähnten „Adiemus“, bei dem der Auf- und Abmarsch der zweihundert Musiker eine logistische Herausforderung darstellte, mit einigen schwungvollen Hits wie „Uptown Funk“ und „Everybody needs somebody“ eine Art musikalischen Epilog eines langen und abwechslungsreichen Konzertabends, der Musikern und Zuhörern gleichermaßen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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