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Vortrag von Bruno Lux, dem ehemaligen Leiter der staatlichen Schulberatungsstelle für Niederbayern
2017CybermobbingHP

Die Faszination von WhatsApp, Snapchat, Instagram, Skype, YouTube, YouNow etc. ist - unbestritten – eine digitale Revolution. Die meisten Kinder und Jugendlichen können sich ein Leben ohne das permanent verfügbare Netz und seine Möglichkeiten nicht mehr vorstellen. Die damit verbundenen Risiken sind aber meist zu wenig bekannt – oder sie werden ignoriert.
Bruno Lux, der ehemalige Leiter der Staatlichen Schulberatungsstelle für Niederbayern, widmete sich in seinem interaktiven Vortrag für die 6. Klassen des Hans-Carossa-Gymnasiums diesem brisanten Thema.
Um die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken und sie für Cyber-Gefahren zu sensibilisieren, gab der Referent einen Überblick über die aktuelle Mediennutzung, zeigte die Chancen dieser Netzwerke ebenso wie vorhandene Risiken und aktuelle – oft gefährliche – Trends auf. Dabei beleuchtete er vor allem anhand aktueller Rechtsfälle auch zivil- und strafrechtliche Aspekte; denn bei der unkritischen Nutzung sozialer Netzwerke können z. B. Persönlichkeits- oder Urheberrechte verletzt werden. Ein Kind ist für sein Tun prinzipiell ab Vollendung des 7. Lebensjahres haftbar, d.h. auch Sechstklässler wurden in der Vergangenheit bereits zur Zahlung von hohen Beträgen verpflichtet, weil sie z.B. unerlaubt Fotos einer Klassenkameradin weiterverbreitet und somit deren Persönlichkeitsrechte verletzt hatten.
Informativ, anschaulich und praxisnah - mit aktuellen Videoclips und Bildmaterial zu den neuesten, nicht ungefährlichen Internet-Trends -, aber nie mit dem erhobenen Zeigefinger zog Bruno Lux die Jugendlichen in seinen Bann und brachte sie dazu, ihr eigenes Tun zu reflektieren und sich bewusst zu machen, dass zu einer sinnvollen und möglichst gefahrlosen Mediennutzung Wissen, Vorsicht und Selbstkontrolle gehören. Dann kann man damit auch Spaß haben.