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2017OS TheaterHP
Passend zur Jahreszeit brachten die 22 Schülerinnen und Schüler des Oberstufentheaters des Hans–Carossa-Gymnasiums diesmal das Stück „Frühlings Erwachen“ von Frank Wedekind auf die Bühne. Anders als der Titel vermuten lässt, geht es aber eben nicht um Blümchen und Vogelgezwitscher. Vielmehr werden in dem „Adoleszenzdrama“ die typischen Probleme behandelt, die das Erwachsenwerden – gerade in einer engen, unaufgeklärten Welt voller Tabus - mit sich bringt. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die pubertierenden Gymnasiasten Melchior Gabor, Moritz Stiefel sowie die vierzehnjährige Wendla Bergmann. Da das Stück im 19. Jahrhundert spielt - als das Thema Sexualität sehr stark ausgeklammert wurde und zusätzlich enormer Leistungsdruck durch Eltern und Schule herrschte -, werden die Jugendlichen in ihrer Entfaltung eingeschränkt. Als einzigen „Ausweg“ sieht der versetzungsgefährdete Moritz daher den Selbstmord. Wendla hingegen verspürt Verlangen nach körperlichem Schmerz, was Melchior unter anderem ausnutzt, um seine Sexualität auszuleben. Durch diese dramatischen Szenen sowie durch die anderen, teilweise sehr überspitzten Charaktere wird die zentrale Bedeutung von Aufklärung der Jugend und verständnisvollem Umgehen mit den Heranwachsenden verdeutlicht. Auch wenn Wedekinds Drama 1906 uraufgeführt wurde, so weist es – bezogen auf schulische und sexuelle Probleme junger Erwachsener – leider durchaus auch heute noch Aktualität auf. Entsprechend rüttelte das Oberstufentheater unter der Leitung von Claudia Schmidt und Alexandra Pausch durch herausragende schauspielerische Leistung das Publikum mit Nachdruck für den „Frühling wach“ und schickte es auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Dazu schlüpften die Schüler in dem etwa zweistündigen Stück glaubhaft in die Rollen ihrer Altersgenossen vor 100 Jahren und ließen die Zuschauer eindrucksvoll mitfühlen. Ein ausgefeiltes, minimalistisches Bühnenbild harmonierte dabei mit Projektionen des Technikteams, die nicht zuletzt deswegen besonders lebens- bzw. schülernah waren, weil sie aus dem HCG-Umfeld stammten. Entsprechend ernteten die Schüler am Ende kräftigen Beifall.
Weitere Bilder der Aufführung in der Fotogalerie.

Melina Gahr, Q11

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